Die EBSG ist im Sommer „Beerenstark“!

Die süßesten Früchtchen…haben jetzt Hochsaison! Jetzt heißt es zugreifen und beeren-stark werden. Egal ob frisch, eingefroren oder in Gläsern und Flaschen haltbar gemacht. Mit Beeren kannst du dir dein Leben versüßen und sie sogar bei Sommergrippe um Hilfe bitten. Von mir gibt es ein paar hilfreiche Tipps dazu!

Himbeeren, Ribisel und Stachelbeeren leuchten jetzt in Gärten und auch auf Märkten. Und du musst ihnen nicht einmal widerstehen. Im Gegenteil. Du tust dir damit etwas Gutes!
Bevor ich dich in meine, kleinen Rezept-Geheimnisse einweihe, gibt es noch ein wenig spannende Beeren-Kunde. Hast Du Lust? Du kannst daraus auch ein heißes „Beeren-Quiz“ für Kinder und andere Rätselfreunde zusammen stellen.

Hast Du gewusst, dass…

  • …die Himbeere so wie auch die Erdbeere und Brombeere gar keine Beere sondern eine Sammelsteinfrucht ist? Die Beeren setzen sich nämlich aus vielen, winzigen Steinfrüchten zusammen.
  • …die Himbeere früher mit dem alten, deutschen Wort „hintperi“ bezeichnet wurde und dieses Wort „Beere der Hirschkuh“ bedeutet?
  • …die Himbeere zu den Rosengewächsen gehört? Das verraten dir schon die vielen Stacheln!
  • …es Sommer- und Herbsthimbeeren gibt? Tipp: Die Herbsthimbeeren sind unkomplizierter und brauchen weniger Pflege!
  • …Himbeeren fiebersenkend und entzündungshemmend wirken? Das heißt, wenn du Grippe hast, kannst du ganz viel frischen (ungesüßten!) Himbeersaft trinken!
  • …Ribisel ursprünglich aus Asien kommen?
  • …Ribisel die Nerven und das Immunsystem stärken können und einen tollen Halsweh-Saft ergeben?
  • …die Blätter der Ribisel als Tee getrunken bei Durchfall helfen können?
  • …die Stachelbeere am besten in der Gesellschaft ihrer Verwandten der Ribisel und Johannisbeere und neben den Kräutern Wermut und Beifuß wächst?
  • …die Stachelbeere neben Vitamin C auch viel Kalium und Kalzium beinhaltet und deshalb sehr gesund ist?
  • …der Saft der Stachelbeere gut bei fettiger, pickeliger Haut tut? Du kannst also mit zerquetschten Stachelbeeren deine Haut einreiben.
  • …du Himbeeren, Ribisel und Stachelbeeren zu Marmelade, pikanten Saucen, Säften, Kompott und Gelees verarbeiten kannst?
  • …dass alle drei Beerensorten, leicht gequetscht, Wasser köstliches Aroma verleihen?

Wenn früher bei Oma die Ribisel-Ernte angesagt war, waren meine kleinen Kinderhände immer sehr gefragt. Dabei gehören Ribisel bis heute nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeeren. Ich gebe zu, dass sie mir immer noch ein wenig zu sauer sind. Und trotzdem habe ich sie für ein paar Rezepte schätzen gelernt.

Schwarz, weiß oder rot!

Die Johannisbeeren oder Ribisel, sind zwar manchmal halbwegs aufwendig zu ernten aber sie liefern von allen Beerensorten den höchsten Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Alle drei haben ihren Ursprung wahrscheinlich in Asien, sind aber schon lange bei uns heimisch. Der Name Johannisbeere kommt daher weil die ersten Sorten um den Johannistag am 24. Juni reif werden. Je nach Sorte läuft die Ernte bis in den August hinein.

Obwohl die roten Ribisel, was die Vitamine und Mineralstoffe betrifft, ein wenig benachteiligt sind, werden sie auf Grund ihrer dünneren Haut und ihres Geschmacks häufiger roh gegessen und somit hebt sich der Nachteil wieder auf. Sie gelten außerdem als nervenberuhigend, stärken das Immunsystem und sollen die Laune verbessern. Na ja, sauer macht lustig! Die weißen Ribisel sind eine andere Zuchtform und gleichzeitig eine Rarität.

Ernte-Top-Tipp!

Du kannst  nicht nur die Beeren sondern auch die gerbstoffreichen Blätter verwenden. Jetzt kommt gleich einmal der allerbeste Erntetipp: Du kannst deine Ribisel-Ernte gleich mit dem Rückschnitt kombinieren und wenn dann die ausgelichteten, alten Triebe – nur die jungen Triebe tragen Beeren - vor dir auf dem Tisch liegen, geht´s auf jeden Fall viel schneller

Frau Doktor Ribisel

Die Blätter kannst du zum Trocknen auflegen und bei Durchfall oder Stoffwechselbeschwerden und zur Linderung von Arthritis und Gicht als Tee zubereiten.

Am besten du verarbeitest die Ribisel wenn möglich noch am gleichen Tag oder frierst sie ein. Dann gibt´s auch noch später im Jahr Sirup, Marmeladen, pikante Wildsaucen und  wenn notwendig einen „Halsweh-Saft“. Ich schätze die Beeren gerade bei bei Erkältungen zur Linderung von Husten und Heiserkeit wirklich sehr.

Für den Halswehsaft, gibst du die abgerebelten Ribisel direkt aus der Tiefkühltruhe mit ein wenig heißem Wasser direkt in den Mixer. Dann rührst du etwas Thymiantee dazu – der Geschmack passt gut zu den Ribiseln und die antibakterielle Kraft vom Thymian unterstützt das „schneller besser werden“. Für einen extra Vitamin C-Kick und etwas Süße kannst du auch noch schwarzen Holunderbeerensaft und Honig dazu geben. Wenn du Gewürze gerne magst, kannst du etwas Zimt, Ingwer oder Kardamom dazu geben. 2 Salbeiblätter hinein, umrühren, fertig.

Ein perfekter Sommercocktail, der mich als Hausmedizin bei Halsweh noch nie im Stich gelassen hat.

Mit oder ohne Halsweh – diesen Ribiselsaft wirst du lieben.

Und die nächsten beerigen Rezepte mit Sicherheit auch.

„Himbeer-Fee“

Frisch und schnell gerührt schmeckt die“ Himbeerfee“ am besten! Gib 2 Hände voll Himbeeren gemeinsam mit dem Mark einer Vanilleschote, einem Spritzer Orangensaft und 2 Blätter fein gehackter Minze in einen Mörser und verrühre die Zutaten zu Marmelade.

„Stachelbär“

Für gerührtes Stachelbeer-Chutney zerdrückst du einen Becher Stachelbeeren und verrührst sie mit 1 kleinen, fein gehackten Zwiebel, 1 Zehe gepresstem Knoblauch, 1 EL gemahlenem Kreuzkümmel, Kardamom und je einer Prise Salz, Pfeffer und Chili.

Löse 1 EL braunen Zucker in ca. 1/16 Balsamicoessig auf und rühre alles gemeinsam mit 1 EL klein geschnittenen Rosinen und Feigen unter die Stachelbeeren.

Passt perfekt zu Wurst, Käse und Gegrilltem!

Einen beerigen Sommer wünschen Dir die Kräuterhexe und die EBSG!

Autor_in Uschi Zezelitsch
Diesen Artikel brachte Ihnen Uschi Zezelitsch

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