Die EBSG liebt Erdmandeln

Sie ist eine der delikatesten fast vergessenen Pflanzen. In diesem Blog stelle ich dir die Erdmandel vor. Du wirst staunen, wie vielseitig sie verwendbar ist und vor allem, wie gut sie schmeckt! Lass dich überraschen!

Das Gras aus Afrika

Die ursprüngliche Heimat der Erdmandel ist Nordafrika und der Mittelmeerraum. Von den Arabern wurde sie nach Europa gebracht und schon im 17. Jhdt bei uns einmal angepflanzt. Damals wurden die erbsengroßen, braunen Knollen wie Kaffee geröstet oder zu einer Art Schokolade verarbeitet.  Das kannst du auch heute noch mit ihr machen und es wird herrlich schmecken! Die Erdmandel gehört zur Gattung der Zyperngräser. Sie wird ca. 60 cm hoch, hat hellgrüne, v-förmige Laubblätter und bildet lange, unterirdische Ausläufer. Dort sitzen die Knollen die geschmacklich an Mandeln und Haselnüsse erinnern. Sie ist auch bei uns leicht zu ziehen, vermehrt sich brav und in guten Erntejahren kann eine Knolle bis zu 1500 neue Knollen hervorbringen.
Wenn du einen größeren Blumentrog oder ein Hochbeet mit sandig-lehmiger Erde füllst und ein halbwegs sonniges Plätzchen hast, kannst du sie nächstes Jahr im Mai pflanzen. Das erste Mal ernten kannst du dann im späten Herbst. Wenn du ein paar Knöllchen in der Erde lässt, geht es im folgenden Jahr weiter, denn die Erdmandel ist winterhart.

 

Köstlich und wertvoll

Wenn du dich jetzt fragst warum du eine grasartig aussehende Pflanze ziehen sollst, bekommst du jetzt ein paar Antworten:

  • Die Erdmandel spendet wertvolles, leicht verdauliches pflanzliches Eiweiß, zahlreiche Mineralstoffe und ungesättigte–herzschützenden – Fettsäuren.
  • Wenn du  Erdmandeln nicht selber anbauen, sie aber trotzdem genießen willst, ist das auch kein Problem, denn du findest mittlerweile sämtliche Erdmandelprodukte in ausgesuchten Fachgeschäften. Es gibt getrocknete und geröstete Knollen, Erdmandelmehl, -milch und –flocken, Erdmandelmus, weiß und braun und auch Erdmandelöl.
  • Außer ihrem einzigartigen, süßlich-nussigen Geschmack  besitzt die Erdmandel viele gesundheitlich wertvolle Eigenschaften: Ihr Vitamin E senkt den Cholesterinspiegel. Sie wirkt sich auch bei Verdauungsproblemen günstig aus, denn  ihre Faserstoffe unterstützen ganz speziell den Dickdarm und senken das Darmkrebsrisiko. Erdmandeln sind glutenfrei und eignen sich sowohl für Nussallergiker als auch für Diabetiker.

Nervenstreichler

Ich liebe die Erdmandel als köstliche Nervennahrung und nicht zuletzt weil sie Heisshungerattacken und Hungergefühl im Allgemeinen mildert.
Das ist mein Lieblingsrezept:
Das Dessert „Mandolina". Ich verrühre  ca. 200 g Topfen, 100  g  Joghurt, mit ca. 20 g Erdmandelmehl, einer Prise Zimt und etwas Honig. Die Hälfte der Masse gebe ich in Dessertschüsserl. Dann lege ich klein geschnittenes Obst darüber. Früchte der Saison passen immer; im Winter kannst du auch Früchtekompott verwenden oder Trockenfrüchte. Jetzt zerbrösle ich Amarettini und geb sie darüber und dann wird alles mit der zweiten Hälfte der Erdmandelmasse bedeckt. Dekorieren kannst du mit gerösteten Erdmandeln und Obststücken.

Horchata

Hast du schon einmal selber Pflanzenmilch gemacht? Auch dazu eignen sich Erdmandeln wunderbar. In Spanien wird diese spezielle Milch „Horchata“ genannt. Vielleicht ist es gut, wenn du dir dazu ein Passiertuch besorgst aber sonst brauchst du weder Vorkenntnisse noch besondere Utensilien.

Weiche ca.150 g Erdmandeln für 24 Stunden in Wasser ein. Dann gießt du das Wasser ab und gibst die Erdmandeln mit jeweils etwas Zimt und echtem Vanillemark und einem guten ½ Liter Wasser in einen starken Mixer. Wenn die Nussmasse fertig ist, gibst du sie in kleineren Portionen in das Passiertuch um sie gut auszudrücken. Die Milch fängst du auf. Die verbliebenen, zerkleinerten Erdmandeln kannst du in Kuchen, im Müsli,…u.s.w. weiter verwenden.

Je nach Geschmack kannst du deine Milch zusätzlich mit Honig süßen oder mit Wasser verdünnen. Erdmandeln wärmen dich in der  kalten Jahreszeit von innen und schenken dir kleine Glücksgefühle im Gaumen und Magen. Ich bin sicher, du wirst begeistert sein!

Wohlige Gaumenfreuden wünschen dir die Kräuterhexe und die EBSG!

 

Autor_in Uschi Zezelitsch
Diesen Artikel brachte Ihnen Uschi Zezelitsch

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