Die EBSG sagt: Wir sind Gemüsegarten BLOG / #Alles im grünen Bereich

Kräuter und Gemüseanbau leicht gemacht

Auch wenn du in einer Wohnung oder in einem Reihenhaus wohnst, kannst du dein eigenes Gemüse und deine eigenen Kräuter anbauen und ernten.

Gründe dafür gibt es immer mehr:

  1. Allen voran schmeckt selbst gezogenes Gemüse ganz einfach am besten. Du ziehst es vor deiner Haus- oder Balkontür aus der Erde und steckst es sonnengewärmt in deinen Mund.
  2. Du weißt, was drin ist. Nämlich keine Pestizide oder chemischer Kunstdünger.
  3. Deine Kinder lernen wie und wann saisonale Pflanzen wachsen.
  4. Und trotz aller Pflege, die manche Sorten durchaus benötigen, ist eigenes Gemüse derzeit meistens sogar günstiger als gekauftes.

Du hast außerdem schon jede Menge gute Tipps, Schummelzettel, Anleitungen und Gartenpläne bekommen, um das Abenteuer "Garteln" zu starten.

 

Trau dich!
Den letzten Teil deines Gemüsegartenplans zeigen die Fotos im Beitrag. Es macht nichts, wenn du keinen großen Garten hast oder auch vielleicht gar keinen. Ersetze das Gartenbeet ganz einfach durch kleine Hochbeete in deinem Reihenhaus-Garten oder Pflanzentröge auf deiner Loggia oder deinem Balkon. Nimm weniger Pflanzen aber viel Mut und Leidenschaft und lege los!

Gründe für dein naturnahes Garteln

  • Du schonst die Umwelt durch ökologisches Gleichgewicht
  • Du unterstützt deine Gesundheit durch gesunde Pflanzen
  • Du sparst Zeit und Geld
  • Du unterstützt Artenvielfalt
  • Du sorgst für geringes Schädlingsaufkommen
  • Du gibst Nützlingen Futter
  • Du erdest dich und sorgst für ein gutes, seelisches Gleichgewicht

Grundpfeiler für ein naturnahes Garteln

  • Verzicht auf synthetische Pestizide
  • Verzicht auf chemische Düngemittel
  • Verzicht auf Torf

Wichtig dagegen sind:

  • Biologische Schädlingsbekämpfungsmittel wie z.B Steinmehl
  • Biologische Düngemittel wie z.B Brennesseljauche

Und wenn du sogar ein Regenfass hast und einen Komposthaufen, ein paar Nützlingspflanzen, Mischkulturen anbaust, dazwischen Mulch aufbringst und biologische Baumaterialien verwendest, bist du spitze!

Die optimale Ausrichtung

Bei einer Neuanlage deines Gemüsegartens kannst du auf die optimale Ausrichtung hinsichtlich der Himmelrichtungen in Betracht ziehen.
Beete, die im Osten, Südosten oder Süden eines großen Gebäudes oder Baumes liegen, haben von morgens bis zum Mittag Sonne. Aubergine, Paprika, Zucchini, Melonen, Tomaten und Gurken brauchen sonnige Plätze.
Beete im Südwesten oder im Westen bekommen die heiße Mittagssonne ab und liegen bis zum Abend in der prallen Sonne. Hier wächst Gemüse nicht so gut wie im Süden oder Osten. Bäumen macht dies weniger aus.

Nördlich von Häusern ist es tagsüber kühl und schattig. Das ist kein so guter Platz für deinen Gemüsegarten. Lediglich Blattsalat und Blattkohlarten wie Spinat, Mangold, Kohlrabi und Grünkohl sowie Buschbohnen, Stangenbohnen, Erbsen und Rhabarber verkraften diese Lage.

Die Pflanzenreihen sollen von Norden nach Süden verlaufen, damit alle Pflanzen gleichmäßig Licht bekommen. Bei einem West-Ost-Verlauf werfen die im Süden wachsenden Pflanzen Schatten auf die benachbarte Reihe.

Osten und Süden eignen sich für einen Gemüsegarten am besten.

Im Westen mangelt es am Nachmittag an Wasser und im Norden ist es zu dunkel.

Möchtest du Wege zwischen deinen Garten- oder Hochbeeten anlegen?

Wege solltest du geradlinig und praktisch anlegen. Die optimale Breite eines Weges für 1 Person beträgt 30 – 40 cm. Wenn du mit einer Scheibtruhe durchfahren möchtest, ist eine Breite von 1 m ideal. Jedes Naturmaterial für die Gestaltung von Wegen hat seine Vor- und Nachteile.
So sind Rindenmulch und Sägespäne einfach zu beschaffen, verrotten aber im Laufe der Zeit und müssen daher immer wieder neu aufgebracht werden. Der Unkrautbewuchs wird eher nur kurzfristig unterdrückt.

Wege mit Holz, in Form von Scheiben oder Brettern sind kostengünstig aber bei Nässe rutschig. Wege mit Platten sollten in ein Sandbett gelegt werden und nicht vollkommen versiegelt. Wege mit Kies, Sand und Mulch sind kostengünstig und relativ einfach in der Herstellung, benötigen aber eine regelmäßige Wartung.

Rasen- und Duftwege finde ich spannend! Verschiedene Arten von Thymian und die so genannte Laufkamille halten Begehungen gut aus und verströmen außerdem einen herrlichen Duft. Ich empfehle dir etwa 15 Stück Pflanzen pro Quadratmeter.

Mit begehbaren Duftwegen kannst du herkömmliche Rasenwege ersetzen und benötigst weniger Wasser zum Gießen.

Selbstverständlich ist auch die richtige Beschaffenheit der Erde im Hochbeet, im Balkontrog bzw. der Boden im Garten wichtig. In Trögen schaden ein paar Hände voll Tongranulat nie, denn so kommt es seltener zu Staunässe. Der Boden bleibt gesund, wenn du regelmäßig Kompost einarbeitest (bei jenen Pflanzen die einen hohen Nährstoffbedarf haben) und wenn du Mulch (z.B. Rasenschnitt) gegen Austrocknung aufbringst.

Diese Tipps sollten in jedem Fall für einen guten Start in dein Gemüsejahr helfen!

Viel Erfolg und Freude wünschen dir die Kräuterhexe und die EBSG!

Autor_in Uschi Zezelitsch
Diesen Artikel brachte Ihnen Uschi Zezelitsch

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