Die EBSG serviert Frühlingsluft in Stangen BLOG / #Alles im grünen Bereich

Freust du dich auch, wenn „Frühlingsluft in Stangen“ wieder das Gemüseangebot aufpeppt? Die Rede ist vom Spargel. Jetzt hat er wieder Saison und neben tollen Rezepten gibt es für dich auch einiges Wissenswertes über ihn zu erfahren.

Spargel für den „No Panic-Speiseplan“

Ich liebe Spargel aus den verschiedensten Gründen…
Alle Jahre wieder, und das allerspätestens im Mai, betrachtet vor allem "Frau", laut meiner Erfahrung nach, ihr Spiegelbild mit Argwohn. Ob man nun ins Hochzeitskleid passen oder sich in beängstigend naher Zukunft im Bikini zeigen möchte, Entschlacken und Abspecken gehören im Frühling zu den Nummer Eins Themen.
Leugnen hat keinen Sinn: Auch ich gehöre zu jener weiblichen Schar, die sich notgedrungen auf Fitnessgeräte schwingt und panisch versucht, den „No panic- Speiseplan“ mit den Essenswünschen der Familie unter einen Hut zu bekommen. Ich verrate dir eine meiner Geheimwaffen, die dir nicht nur Erfolg versprechen sondern auch tatsächlich den Sieg über so manches Fettröllchen gönnen: Spargel!
Der Vorteil ist: Mit Spargel schmeckt das Abspecken sogar! 

„Essbares Elfenbein“

Ob das Abnehmen oder der Spargelanbau schwieriger ist, darüber lässt sich streiten. Der Vater eines Jugendfreunds ist ein erfolgreicher Hobby-Spargelzüchter. Er hatte immer größtes Verständnis für das exquisite Gemüse und seine Bedürfnisse. Man muss ihm drei Jahre lang gut zureden bis es sich weiß und jungfräulich durch die Erde bohrt und dann möchte es auch noch ausschließlich von Hand geerntet werden. Deshalb weiß ich, dass Ungeduldigen wie mir vom Eigenbau eher abzuraten ist und ich habe vollstes Verständnis dafür, dass man für die sinnlichen Stangen etwas tiefer in die Geldbörse greifen muss.

Mein Tipp zum Einkaufen: Der „Quietschtest“ beim Spargelkauf deckt altes Gemüse auf. Frische Spargelstangen erkennst du am Geräusch. Wenn du sie aneinander reibst, quietschen sie. Außerdem darf frischer Spargel weder ausgetrocknete noch verholzte Enden haben.

Aphrodisiakum aus dem Gemüsebeet

Ob grün oder weiß – oberirdische Ernte mit Sonnenbad und Fotosynthese oder Reifungsprozess in der Erde und blasse Vornehmheit – seine kulinarischen Kosenamen wie zum Beispiel „Frühlingsluft in Stangen“ oder „essbares Elfenbein“ zeugen von seiner Beliebtheit - und das seit sehr langer Zeit.
Die Römer waren aller Wahrscheinlichkeit nach wieder einmal die ersten die auch Spargel kultivierten. Vielleicht musst du auch schmunzeln, wenn du liest, dass das Gemüse in unseren Breiten erst um die Mitte dieses 20. Jahrhunderts, zunächst in den Beeten des so genannten “Stuttgarter Lustgarten” angepflanzt wurde. Womit wir auch schon bei einer nicht unwesentlichen Charaktereigenschaft des Spargels wären. Er zählt nach wie vor zu den beliebtesten, so genannten aphrodisierenden Lebensmitteln.
Ob auf Grund seines hohen Gehalts an Lust steigerndem Vitamin E, seines Aussehens oder anderen Gründen ist nicht ganz geklärt und um ehrlich zu sein, mir nicht wirklich wichtig.

Gemüsemedizin

Ich finde die wissenschaftliche Bezeichnung „asparagus officinalis“, die eindeutig darauf hinweist, dass es sich beim Spargel um eine Heilpflanze handelt, wesentlich bedeutender. Der wilde Spargel aus dem mediterranen Bergland wurde schon vor langer Zeit von Griechen und anderen Völkern, in erster Linie als Arzneimittel, angebaut. Noch im 19. Jahrhundert waren die begehrten Stangen im amtlichen Arzneibuch vermerkt und mussten in Apotheken vorrätig sein.

Vitamine, Folate, Ballaststoffe und ein umfangreiches Sortiment an bioaktiven Pflanzenstoffen stärken das Immunsystem, entwässern und entgiften den Körper,  und schützen die Blutgefäße. Für deine gesunde Darmflora sorgt das im Gemüse enthaltene Inulin.

Anti-Kater-Tipp! Spargelgenuss soll sich außerdem nicht nur für Schwangere besonders gut sondern auch nach zu reichlichem Alkoholgenuss positiv auswirken.

Spargel-Wrap

Deinen Spargel-Wrap werden alle lieben: Werdende Mamis, Diabetiker, Abnehmbegeisterte, Verliebte,…
Eigentlich fast nur aus Gründen der Bequemlichkeit verwende ich meistens grünen Spargel. Die weißen Spargelstangen solltest du immer gründlich schälen, denn schon kleine Schalenreste können durch die Bitterstoffe den Geschmack verderben.
Wenn du die unteren Enden großzügig weg geschnitten hast, kannst du daraus immer noch eine gute Suppe zubereiten.
Dämpfe die (weißen) Stangen maximal 10 Minuten und lege sie dann für gut eine Stunde in eine Marinade aus Sesamöl und süßer Sojasauce. Um aus dem Spargel-Wrap ein aphrodisierendes Gesamtkunstwerk zu machen, bestreiche die Tortillas mit einer Creme aus Frischkäse und pürierter Avocado, die mit etwas Salz, Pfeffer, Chili und Zitronensaft abgeschmeckt und mit frischem Basilikum bestreut wird. Auch Ruccola passt gut dazu. Jetzt legst du die marinierten Spargelstangen darauf und rollst alles zu einem Wrap zusammen.
Ohne das Ertränken in Sauce Hollandaise präsentiert sich dieses Gericht als pfiffige, gesunde Bürojause oder auch als verführerische Einstimmung zu einem Abend zu zweit.
Ich bringe die „Gaumenfreude Spargel“ so oft wie möglich auf den Tisch - und kann übrigens bestätigen, dass der Genuss mit unter eindrucksvolle Effekte zeigt.

Einer der mir weniger gut gefällt ist, dass die Spargelsaison immer viel zu kurz ist.

Viel Freude mit deiner „sexy" Spargelküche wünschen die Kräuterhexe und die EBSG.

Autor_in Uschi Zezelitsch
Diesen Artikel brachte dir Uschi Zezelitsch

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