Unternehmen EBSG

Die Erste Burgenländische Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft, kurz EBSG, wurde mit Genossenschaftsvertrag vom 20. Juli 1947 von Heinrich Knotzer, Karl Preissegger, Ludwig Parise, Ludwig Ankerl und Georg Dörfler gegründet, mit Bescheid vom 21.11.1947 als gemeinnützig anerkannt und am 05.02.1948 im Genossenschaftsregister eingetragen. Zum ersten Obmann wurde Karl Preissegger gewählt. Die Gründung der Siedlungsgenossenschaft erfolgte, um für jene Menschen Wohnungen und Eigenheime zu errichten, die sich diese alleine nicht leisten konnten und um so die Not der damaligen Zeit etwas zu lindern. 

Der erste Meilenstein in der Geschichte der noch jungen Genossenschaft war das Jahr 1950. Im Juni dieses Jahres wurden die ersten 30 Siedlungshäuser mit Wasserleitung fertig gestellt. Unter den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen der Nachkriegszeit war dieses Bauvorhaben nur unter großen Anstrengungen und kräftiger Mithilfe der Siedlerfamilien selbst zu bewältigen. Die Gemeinde Pöttsching stellte zur Realisierung dieses umfangreichen Projektes die Bauplätze zur Verfügung. Die Organisation wurde von der Genossenschaft übernommen, und die Finanzierung erfolgte durch ein Darlehen des Bundeswohn- und Siedlungsfonds und durch eine Baubeihilfe der Burgenländischen Landesregierung. Mit der Fertigstellung dieser Wohnhausanlage hatte die Siedlungsgenossenschaft ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestanden und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Wiederaufbauarbeit in ihrer Heimatgemeinde geleistet.

Im September 1959 stellte sich die Siedlungsgenossenschaft einer weiteren großen Herausforderung und begann mit dem Bau des Zentralamtsgebäudes. Dieses wurde im Dezember 1962 seiner Bestimmung übergeben und ist bis heute Firmensitz geblieben. Neben Wohnungen beherbergt das Gebäude auch die Amtsräumlichkeiten der Gemeinde. Die Gesamtbaukosten betrugen ca. € 436.000. 

In weiterer Folge begann die Genossenschaft nicht nur im Burgenland ihre Aktivitäten zu entfalten, sondern dehnte ihren Tätigkeitsbereich, die Errichtung moderner und qualitativ hochwertiger Wohnungen und Eigenheime zu erträglichen Kosten für schwache und mittlere Einkommensbezieher, immer mehr auf Niederösterreich aus. Ab Mitte der 70er Jahre begann die Genossenschaft eine noch nie zuvor erreichte Bautätigkeit zu entfalten. Über 1.000 Wohnungen mit einer Bausumme von ca. € 13,1 Mio. standen für die folgenden Jahre auf dem Programm. In diese erste Wachstumsphase der EBSG fiel im Jahre 1978 auch die Übernahme der Gemeinnützigen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Mattersburg.

Neben der Errichtung und Verwaltung von Wohnungen und Eigenheimen begann die Genossenschaft, sich Anfang der 80er Jahre ein neues Standbein durch die Abwicklung von Projekten auf kommunaler Ebene zu schaffen. In weiterer Folge wurden in Zusammenarbeit mit den betreffenden Gemeinden Schulen, Kindergärten, Mehrzweckhallen, Feuerwehrhäuser und Gemeindezentren errichtet. In den 80er Jahren ging die Bautätigkeit unvermindert weiter. Da sich die Aktivitäten der EBSG in steigendem Maße auf Niederösterreich erstreckten, wurde in der Generalversammlung vom 28.05.1983 die Gründung einer Zweigniederlassung in Wr. Neustadt beschlossen, um den Kontakt mit den Nutzungsberechtigten und den niederösterreichischen Behörden zu erleichtern.

Mit der Übernahme der Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgenossenschaft in Niederösterreich, Krems an der Donau, per 01.01.1991 begann die EBSG ihre Aktivitäten auch auf das nördliche Niederösterreich auszudehnen. Dies führte letztlich zur Gründung der sogenannten „Außenstelle Nord“, um auch diesen Nutzungsberechtigten einen Ansprechpartner in ihrer Nähe zur Verfügung zu stellen und so eine optimale Betreuung zu sichern.

In den 90er Jahren verfolgte die Genossenschaft konsequent den eingeschlagenen Weg und konnte eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten im Wohnbau und im kommunalen Bereich ihrer Bestimmung übergeben.

Die EBSG ist aber auch bemüht, ihre internen Strukturen nach dem Prinzip „lean as lean you can“ möglichst effizient zu gestalten. Daher wurde mit Wirkung per 01.01.2001 die zuvor schon organisatorisch und finanziell mit der EBSG verflochtene Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft für Niederösterreich und Burgenland mit der EBSG verschmolzen.

Auch für die Zukunft hat die Erste Burgenländische Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft den Anspruch, qualitativ hochwertige und zugleich leistbare Wohnungen und Reihenhäuser, insbesondere für junge und einkommensschwächere Personen, bereitzustellen. In Zeiten des demografischen Wandels wird unser Augenmerk auch auf die ältere Generation gerichtet sein. Unsere Projekte unter dem Stichwort „Betreutes Wohnen“ haben zum Ziel, unseren älteren Mitbürgern speziell auf sie abgestimmte Wohnungen anzubieten, ohne dass sie ihre gewohnte Umgebung bzw. ihre Heimatgemeinde verlassen müssen. Ein erster Schritt in diese Richtung war bereits die Fertigstellung der Sozialzentren in Oberwaltersdorf, Pöttsching, Schönau, Schrems, Sollenau, Stegersbach und Teesdorf. Weitere Sozialzentren befinden sich in Planung.

Daneben haben wir bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass eine weitere Kernkompetenz in der rationellen Umsetzung von kommunalen Projekten liegt. Von der Planung über Bauabwicklung bis zur Verwaltung erledigen wir partnerschaftlich und individuell die an uns gestellten Anforderungen.

Voraussetzung für die optimale Umsetzung der vielfältigen Aufgaben sind einerseits qualifizierte Mitarbeiter und die Optimierung der internen Abläufe und Strukturen. Besonders wichtig ist uns jedoch der Kontakt mit unseren Kunden. Für ihre Anliegen stehen wir ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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